Veröffentlichungen, Artikel & 

Blogbeiträge

1. Veröffentlichungen

KOM (15. September 2021): Von der Vision zur Pflicht – Nachhaltigkeit
Ein Gastbeitrag von Thomas Stein in der zweiten Ausgabe des KOM-Magazins (ehemals "pressesprecher") über Fragen, die sich Unternehmen stellen müssen, bevor sie zu Nachhaltigkeit kommunizieren. Thomas Stein rät Unternehmen, mit einer Wesentlichkeitsanalyse Handlungsfelder im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren. Wer allerdings zu euphorisch Erfolge kommuniziert, macht sich angreifbar.
Hier geht's zum Artikel im KOM-Magazin 2/2021

PR Journal (25. November 2020): Alarmstufe Gelb – wie der Wunsch nach Nachhaltigkeit zum Reputationsverlust führt
Die Unternehmen werden von den Bürgerinnen und Bürgern für mehr Nachhaltigkeit unserer Lebens- und Wirtschaftsweise in die Pflicht genommen. Der erhöhte Druck birgt das Risiko des Reputationsverlusts – wenn Unternehmen den Erwartungen nicht entsprechen, sie kommunikativ übertreiben oder schwierige Themen aussparen.
Hier geht's zum Autorenbeitrag von Thomas Stein im PR Journal

Podcast DrHolldorf (20. März 2020): Krisenkommunikation
Im Podcast von Dr. Lars Holldorf erzählt Thomas Stein, Gründer von Stein Reputation, im Interview über "Krisen-PR: Was die Geschäftsleitung dazu wissen muss".
Hier geht's zum Podcast von Dr. Holldorf

PR Journal (2. März 2020): CEOs in der Krise: Wenn die Haltungsnote entscheidet
In Krisen kommt es besonders auf den CEO an. Sagt er, was er wirklich denkt oder sagt er, was andere von ihm hören möchten? Die Antwort hierauf kann für die gesamte Krisenkommunikation entscheidend sein.
Hier geht's zum Autorenbeitrag von Thomas Stein im PR Journal

Institutional Money (30. August 2019): Studie – Innovative CEOs outperformen MDAX
Die Top10 und Top20 der innovativsten MDAX-Unternehmen schlagen auf Ein- und Drei-Jahressicht den Index. Hier gehts zum Artikel auf institutional money

2. Artikel

Die chinesischen Strategeme und ihre erfolgreiche Anwendung in Kommunikation und Public Relations

Der Aufstieg Chinas scheint unaufhaltsam „wie an der Schnur gezogen“. Vielleicht liegt es am früh vermittelten Selbstverständnis vieler Chinesen, mit Strategien die eigenen Ziele zu verfolgen. So lernen bereits Schülerinnen und Schüler im fernen Osten die 36 Strategeme, die Erfolg, Wohlstand und Glück versprechen. Die Strategeme sind überwiegend aus der „Kriegskunst“ abgleitet.
Einige der Strategeme sind auch zur Gestaltung und Anwendung in der Kommunikation und Public Relations geeignet. In einer Serie auf Linkedin hat Thomas Stein diese 15 Strategeme in Bezug zu seiner Praxis als Kommunikationsberater gestellt (Zum Start der Linkedin-Serie: 
hier klicken).

Als Kunde von Stein Reputation können Sie das gestaltete Booklet mit den Texten und Strategemen hier kostenfrei per E-Mail anfragen (gedruckt oder als pdf-Datei). Wenn Sie noch kein Kunde von Stein Reputation sind, können Sie das Booklet gegen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 15,- Euro hier per E-Mail bestellen.

15. Strategeme und Kommunikation: (Rechtzeitiges) Weglaufen ist (bei völliger Aussichtslosigkeit) das Beste (Strategem 36)

29. April 2021


Die E-Mail und Fragen des Redakteurs waren freundlich formuliert, obgleich das gewählte Thema „Tarife“ beim angefragten Versicherer Konfliktpotenzial hatte. Ein Tochterunternehmen des Versicherers hatte einen neuen Tarif für eine Krankenversicherung auf den Markt gebracht, bei dem gesundheitsbewusstes Verhalten mit Rabatten belohnt wurde. Dass der Tarif auf Gegenwind stoßen würde, war den Verantwortlichen bewusst. Aber es gab gute Gründe, die für den Tarif sprachen. Und das Unternehmen war bereit, die Gründe zu erläutern.

Erwartungsgemäß kritisch wurden vor allem die Auswertung der Gesundheitsdaten sowie deren Bewertung und Einfluss auf die Höhe der Versicherungsrabatte hinterfragt. Um VerbraucherInnen die komplexen Hintergründe in diesem Fall zu erklären, brauchte es eine ergebnisoffene Auseinandersetzung und ein tiefgehendes Verständnis.

Nicht alle Medienformate zielen jedoch darauf ab, komplexe Sachverhalte auch ausgewogen darzustellen. Vielmehr scheinen manche Formate von echten oder vermeintlichen Skandalen zu leben. Darum entschied sich der Versicherer nach einer kurzen Recherche, dem hier anfragenden Redakteur eines TV-Formats kein Interview zu geben. Anderen Redaktionen hingegen stand ein Mitglied des Vorstands persönlich Rede und Antwort.

„Skandal“-Beiträge laufen meist nach gleichem Schema ab. Ein Sachverhalt wird als Skandal benannt und im Beitrag (scheinbar erstmals) aufgedeckt. Dann suchen die Produktions-Teams „Schlimmfinder“: Menschen, die auf der Straße mit dem Thema konfrontiert werden und den dargestellten Sachverhalt „ganz schlimm“ finden. Dazu werden Zitate oder Stellungnahmen von UnternehmenssprecherInnnen eingespielt. Diese werden aber gekürzt, aus dem Zusammenhang genommen oder durch einen Kommentar der Redakteurin oder des Redakteurs des Beitrags als unglaubwürdig entwertet. Argumente des Unternehmens werden also nicht deutlich oder das Unternehmen als uneinsichtig vorgeführt.

Kritischer Journalismus ist eine wichtige Säule in einer funktionierenden Demokratie. Gleichzeitig scheint es so, dass im harten Wettbewerb um Einschaltquoten, Auflagenzahlen und Klickraten die Ausgewogenheit der Argumente einem vermeintlichen „Skandal“ geopfert wird. Das führt mitunter dazu, dass selbst renommierte Medien die Regeln des Journalismus missachten, indem Gegenargumente und Fakten ignoriert werden, um einseitig zu berichten.

Ein Blick auf die bisherigen Beiträge des Journalisten oder der Journalistin zeigen die Chancen, für eine ausgewogene Recherche und einer entsprechenden Berichterstattung. Wurden alle Seiten gehört? Waren alle Thesen gut recherchiert und belegt und entsprechend dargestellt? Wenn die Aussicht auf Ausgewogenheit gleich oder nahe Null scheint, dann bietet das 36. Strategem die beste Strategie: „die Flucht“ bzw. eine minimale Kommunikation.



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